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Reden, Schweigen

"Ich habe kaum je bereut, zu wenig gesagt zu haben, aber häufig, zu viel."

John Wesley (1703 - 1791)

Dienstag 24. April 2018 16:00Alter: 29 days
/ Kategorie: Weltweit

«Eine neue Kirche für eine neue Welt»: 50 Jahre Evangelisch-methodistische Kirche

Am 23. April 1968 entstand aus der Vereinigung der Bischöflichen Methodistenkirche und der Evangelischen Gemeinschaft die Evangelisch-methodistischen Kirche. Die Vereinigung der beiden Kirchen fand in Dallas (USA) statt.

Nicht theologische oder kirchenrechtliche Fragen trennten die beiden Zweige der methodistischen Bewegung, die Bischöfliche Methodistenkirche und die Evangelische Gemeinschaft. Dass es zu zwei unterschiedlichen kirchlichen Gemeinschaften kam, lag vor allem an der Sprache: Die Bischöfliche Methodistenkirche wurde in den USA getragen durch englischsprachige Frauen und Männer, die aus Grossbritannien, wo die Ursprünge der Methodistenkirche liegen, in die «neue Welt» ausgewandert waren. Die «Evangelische Gemeinschaft» entstand aus deutschsprachigen Auswanderern. Der erste Bischof der (englischsprachigen) Methodistenkirche, Francis Asbury, hatte Zahl und Bedeutung der deutschsprachigen Methodist/innen falsch eingeschätzt, so dass es zur Entwicklung von eigenständigen deutschsprachigen Gemeinden kam, die sich später in den USA zur United Evangelical Brethren Church (Evangelische Gemeinschaft) zusammenschlossen.

 

Kirchliche Einigungsbestrebungen

Die kirchliche Kontext der damaligen Zeit war von verschiedenen solcher hoffnungsvollen Bewegungen gekennzeichnet, die die Spaltung der Kirchen zu überwinden suchten: Mit grosser Kraft waren ökumenische Bestrebungen im 20. Jahrhundert auf den Weg gebracht worden. 1948 wurde der Ökumenische Rat der Kirchen gegründet. Bei der dritten ökumenischen Vollversammlung 1961 waren erstmals auch offizielle Vertreter der römisch-katholischen Kirche als Gäste mit dabei. 1962 tagte das von Papst Johannes XXIII. einberufene 2. Vatikanische Konzil in Rom. In seiner Eröffnungsansprache sagte der Papst, dass die Aufgabe der Kirche darin bestehe, «alle Anstrengungen zur Förderung der Einheit unter den Christen aufzubringen, um damit den Weg zur Einheit der Menschheit zu ebnen.» In- und ausserhalb der methodistischen Kirchen gab es die grosse Hoffnung, dass die christliche Kirche dort, wo sie zur Einheit findet und Einheit lebt, für die ganze Welt von grosser Bedeutung werden kann.

 

Zeit politischer Umbrüche

Auch politisch war die Zeit von gewaltigen Umbrüchen gekennzeichnet. Die Bürgerrechtsbewegung in den USA oder die 68er-Unruhen sind Stichworte, die diese Veränderungen markieren. Die erste Generalkonferenz der «United Methodist Church» fand entsprechend unter dem programmatischen Motto statt: «Eine neue Kirche für eine neue Welt».

 

In der Schweiz erst 1971

Der Weg zur Einheit war in der Schweiz und für die Zentralkonferenz Mittel- und Südeuropa (ZK MSE). Grund war, dass die Schweiz-Konferenz der Evangelischen Gemeinschaft und deren Werk in Frankreich in die ZK MSE eingegliedert werden sollte. Das grosse Vereinigungsfest mit über 4000 Teilnehmer/innen fand am 9. März 1969 in Bern statt. Die rechtlichen und organisatorischen Fragen nahmen aber noch mehr Zeit in Anspruch: Bis 1971 dauerte dieser Prozess. In Basel wurde 1971 die «Gründungsversammlung des Vereins ‹Evangelisch-methodistische Kirche in der Schweiz› mit Sitz in Zürich» abgehalten.

 

 


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